Es gibt Tage, die vergisst man wahrscheinlich nie im Leben.
Gestern war so einer.
Halb fünf habe ich mich aus meinem warmen, kuscheligen Bett gequält. Und nach einem neidischen Blick auf meinen zusammen gekringelt und glückselig schnarchenden Hund habe ich beschlossen, mich auf diesen Tag zu freuen. Das kann ja nur schön werden. Den ganzen Tag mit Lippenstiften und Co. hantieren und unter Leute kommen. Und vor allem ich muss nicht fahren (: Nicht dass ich nicht gerne Auto fahre, es ist nur so, dass Rico gar nicht fährt und ich deshalb immer den Chauffeur machen muss. Also freue ich mich mal auf eine Tour bei der ich Beifahrer bin (:
Gegen sechs Uhr kam Mario und hat mich abgeholt. Wir sind fast zwei Stunden durch eine übelste Waschküche gefahren und in Gotha an einem Supermarkt "Wo alle Verkäufer die Lebensmittel lieben" angekommen. Und tatsächlich standen da kurz vor acht die ersten Graukappeln vor Ort, um sich im Falle eines Krieges oder einer Seuche mit Schnäppchenangeboten einzudecken. Wir haben also die neue Theke auf unseren Rolli gehievt und in den Markt geschoben. Ich kann euch sagen, selbst wenn es stimmt, dass da alle Verkäuferinnen "Lebensmittel lieben" dann tun sie dieses auf keinen Fall mit ihren Kosmetikregalen!! Wir mussten ja die alte Theke ausräumen. Und was wir da gefunden haben ....
Make Up mit gebrochenen Siegeln (schon benutzt) dafür mit einer dicken Staubschicht bedeckt und zur Krönung schon so alt, dass sich das Öl oben schon abgesetzt hat. Aufgrissene und benutzte Lipp Gloss (ich rede jetzt nicht von den Testern) die einfach lieblos mit durchsichtigem Klebeband zugeklebt wurden. Das absolute Highlight waren Lippenstifte die seit ca. vier Jahren nicht mehr hergestellt werden (Ohh ääääähhhh.....). Meine Finger sahen aus, als hätte ich mit der bloßen Hand einen Ofen ausgeputzt. So wie in diesem Regal sieht es noch nicht mal in meinem Keller aus, ich schwöre! Also die Pflege der Kosmetikregale scheint weder die Verkäuferinnen noch die Chefin zu interessieren. Dafür schien es die Rückansicht meines Chefchens den Damen ungemein angetan zu haben ;-)))
Ich musste grinsen, weil trotz Frühstückspause plötzlich die umliegenden Regale eifrig geputzt wurden. Mario ist in dieser Hinsicht wirklich schmerzfrei, doch ein breites Grienen auf seinem Gesicht zeigte mir, dass er sehr wohl den Sinn dieser plötzlich ausbrechenden Reinigungsattacke verstand. Trotzdem waren wir froh, diesen asozialen Markt zu so schnell wie möglich verlassen zu können.
Gestern war so einer.
Halb fünf habe ich mich aus meinem warmen, kuscheligen Bett gequält. Und nach einem neidischen Blick auf meinen zusammen gekringelt und glückselig schnarchenden Hund habe ich beschlossen, mich auf diesen Tag zu freuen. Das kann ja nur schön werden. Den ganzen Tag mit Lippenstiften und Co. hantieren und unter Leute kommen. Und vor allem ich muss nicht fahren (: Nicht dass ich nicht gerne Auto fahre, es ist nur so, dass Rico gar nicht fährt und ich deshalb immer den Chauffeur machen muss. Also freue ich mich mal auf eine Tour bei der ich Beifahrer bin (:
Gegen sechs Uhr kam Mario und hat mich abgeholt. Wir sind fast zwei Stunden durch eine übelste Waschküche gefahren und in Gotha an einem Supermarkt "Wo alle Verkäufer die Lebensmittel lieben" angekommen. Und tatsächlich standen da kurz vor acht die ersten Graukappeln vor Ort, um sich im Falle eines Krieges oder einer Seuche mit Schnäppchenangeboten einzudecken. Wir haben also die neue Theke auf unseren Rolli gehievt und in den Markt geschoben. Ich kann euch sagen, selbst wenn es stimmt, dass da alle Verkäuferinnen "Lebensmittel lieben" dann tun sie dieses auf keinen Fall mit ihren Kosmetikregalen!! Wir mussten ja die alte Theke ausräumen. Und was wir da gefunden haben ....
Make Up mit gebrochenen Siegeln (schon benutzt) dafür mit einer dicken Staubschicht bedeckt und zur Krönung schon so alt, dass sich das Öl oben schon abgesetzt hat. Aufgrissene und benutzte Lipp Gloss (ich rede jetzt nicht von den Testern) die einfach lieblos mit durchsichtigem Klebeband zugeklebt wurden. Das absolute Highlight waren Lippenstifte die seit ca. vier Jahren nicht mehr hergestellt werden (Ohh ääääähhhh.....). Meine Finger sahen aus, als hätte ich mit der bloßen Hand einen Ofen ausgeputzt. So wie in diesem Regal sieht es noch nicht mal in meinem Keller aus, ich schwöre! Also die Pflege der Kosmetikregale scheint weder die Verkäuferinnen noch die Chefin zu interessieren. Dafür schien es die Rückansicht meines Chefchens den Damen ungemein angetan zu haben ;-)))
Ich musste grinsen, weil trotz Frühstückspause plötzlich die umliegenden Regale eifrig geputzt wurden. Mario ist in dieser Hinsicht wirklich schmerzfrei, doch ein breites Grienen auf seinem Gesicht zeigte mir, dass er sehr wohl den Sinn dieser plötzlich ausbrechenden Reinigungsattacke verstand. Trotzdem waren wir froh, diesen asozialen Markt zu so schnell wie möglich verlassen zu können.
Mädels! Wenn ihr irgendwo Kosmetik kauft: Seht Euch das Regal genau an! Bei Staubschichten und keimigen Testern - Hände weg!!!
Wir haben schnell noch einen Kaffee getrunken und schon waren wir auf den Weg nach Breitenbrunn. Dort hatten wir eine kleine private Drogerie zu versorgen. Also zwischen dieser kleinen Drogerie und dem letzten Markt lagen nicht nur 60 km. sondern ganze Welten.
Dort räumt die Chefin den Müll noch selber weg! Dort werden noch private Gespräche im Laden geführt. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als eine ältere Dame den Laden betrat und für 15 € für ihren Schwiegersohn ein kleines Geschenk suchte. Auf die Frage:" Was haben sie sich denn vorgestellt Frau 'xy' " antwortete diese sehr energisch :" Was zum waschen!" Okaaay .....
(Der scheint es ja nötig zu haben!!! Oder können wir uns nicht riechen ? )Aber die Chefin hatte gleich das richtige Händchen und innerhalb von zehn Minuten waren Duschgel und Rasierwasser hübsch verpackt ,verkauft und Frau 'xy' zog fröhlich ab. Wahrscheinlich um neue Socken zu besorgen (:
Schließlich hatten wir die alte Theke ausgeräumt, als uns auffiel, dass wir die Klebefolie im Auto liegenlassen hatten. Also sagte ich zu Mario er soll den Papierkram erledigen und habe mich auf den Weg zum Auto gemacht, um die Folie zu holen. Am Auto angekommen öffnete ich die Hintertür und bin in den Transporter gehüpft. Zielstrebig griff ich nach der Folie - als ich hinter mir einen lauten Knall hörte. Und im Dunklen stand. Neeeee oder ?!!!!
Jetzt war ich tatsächlich mit sechs großen Theken und einer Rolle Folie in der Hand in einem Mercedes Transporter eingesperrt... Ohhh neee ..... so dämlich kann man doch wirklich nicht sein. Ich wußte einfach nicht, ob ich lachen oder vor Wut brüllen sollte.. Jetzt stand ich mitten auf einen Marktplatz in einem Auto und wusste nicht mehr wie ich aus diesem verdammten Teil herauskommen sollte. Es gab 2 Möglichkeiten:
a) laut um Hilfe schreien, um eventuell von einem Passanten befreit zu werden
b) Ich mache es selbst
Nach kurzer Überlegung entschied ich mich für 'b' . Wer möchte schon in einem Auto auf einem Marktplatz nach lautem Gekreische von einem Grauköppel befreit werden?! Wie sollte ich denn erklären, wie ich dahin komme? Die rufen wahrscheinlich noch die Polizei. Oder die Feuerwehr. Oder die Sprengstofftypen. Mit ihrem kleinen Roboter. Also habe ich mich durch den Laderaum getastet und habe ein Stoßgebet zu Irgendjemanden geschickt, dass da nicht ein kleiner Schorch in einer kleinen Ecke wohnt, der unbedingt im Dunklen über meine Hand krabbeln will. Ohh neee.....
Also Biggy - tieeeef durchatmen - es gibt immer eine Lösung. Diesmal bestand sie darin, vorsichtig gegen die Hintertür zu treten. So, dass sich die Tür einige Millimeter öffnete und wenigstens etwas Licht ins Dunkle brachte. Somit konnte ich dann diesen Scheiss-Türgriff endlich finden und mich selber befreien. Mann, war ich stolz auf mich!!! Über mich selbst lachend und mit der Folie in der Hand bin ich zu Mario zurück und wir konnten endlich unsere Arbeit beenden. Und eh man sich umgesehen hatte, waren wir auf den Weg nach Bad Langensalza. Eine wunderschöne Stadt mit sehr sehr netten Menschen, hübschen Verkäuferinnen (meinem Chefchen sind fast die Mundwinkel aufgerissen) und einer wirklich Tip Top geführten Drogerie. Ein sehr schönes Arbeiten. Schon nach einer Stunde waren wir auf den Weg nach Suhl.
Dort räumt die Chefin den Müll noch selber weg! Dort werden noch private Gespräche im Laden geführt. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als eine ältere Dame den Laden betrat und für 15 € für ihren Schwiegersohn ein kleines Geschenk suchte. Auf die Frage:" Was haben sie sich denn vorgestellt Frau 'xy' " antwortete diese sehr energisch :" Was zum waschen!" Okaaay .....
(Der scheint es ja nötig zu haben!!! Oder können wir uns nicht riechen ? )Aber die Chefin hatte gleich das richtige Händchen und innerhalb von zehn Minuten waren Duschgel und Rasierwasser hübsch verpackt ,verkauft und Frau 'xy' zog fröhlich ab. Wahrscheinlich um neue Socken zu besorgen (:
Schließlich hatten wir die alte Theke ausgeräumt, als uns auffiel, dass wir die Klebefolie im Auto liegenlassen hatten. Also sagte ich zu Mario er soll den Papierkram erledigen und habe mich auf den Weg zum Auto gemacht, um die Folie zu holen. Am Auto angekommen öffnete ich die Hintertür und bin in den Transporter gehüpft. Zielstrebig griff ich nach der Folie - als ich hinter mir einen lauten Knall hörte. Und im Dunklen stand. Neeeee oder ?!!!!
Jetzt war ich tatsächlich mit sechs großen Theken und einer Rolle Folie in der Hand in einem Mercedes Transporter eingesperrt... Ohhh neee ..... so dämlich kann man doch wirklich nicht sein. Ich wußte einfach nicht, ob ich lachen oder vor Wut brüllen sollte.. Jetzt stand ich mitten auf einen Marktplatz in einem Auto und wusste nicht mehr wie ich aus diesem verdammten Teil herauskommen sollte. Es gab 2 Möglichkeiten:
a) laut um Hilfe schreien, um eventuell von einem Passanten befreit zu werden
b) Ich mache es selbst
Nach kurzer Überlegung entschied ich mich für 'b' . Wer möchte schon in einem Auto auf einem Marktplatz nach lautem Gekreische von einem Grauköppel befreit werden?! Wie sollte ich denn erklären, wie ich dahin komme? Die rufen wahrscheinlich noch die Polizei. Oder die Feuerwehr. Oder die Sprengstofftypen. Mit ihrem kleinen Roboter. Also habe ich mich durch den Laderaum getastet und habe ein Stoßgebet zu Irgendjemanden geschickt, dass da nicht ein kleiner Schorch in einer kleinen Ecke wohnt, der unbedingt im Dunklen über meine Hand krabbeln will. Ohh neee.....
Also Biggy - tieeeef durchatmen - es gibt immer eine Lösung. Diesmal bestand sie darin, vorsichtig gegen die Hintertür zu treten. So, dass sich die Tür einige Millimeter öffnete und wenigstens etwas Licht ins Dunkle brachte. Somit konnte ich dann diesen Scheiss-Türgriff endlich finden und mich selber befreien. Mann, war ich stolz auf mich!!! Über mich selbst lachend und mit der Folie in der Hand bin ich zu Mario zurück und wir konnten endlich unsere Arbeit beenden. Und eh man sich umgesehen hatte, waren wir auf den Weg nach Bad Langensalza. Eine wunderschöne Stadt mit sehr sehr netten Menschen, hübschen Verkäuferinnen (meinem Chefchen sind fast die Mundwinkel aufgerissen) und einer wirklich Tip Top geführten Drogerie. Ein sehr schönes Arbeiten. Schon nach einer Stunde waren wir auf den Weg nach Suhl.
In Suhl scheint die Zeit schon kurz vor der Wende stehen geblieben zu sein. Mein Gott, was für eine Drecksstadt!! Mir tun die Menschen leid, die hier aus irgendeinem Grund wohnen müssen. Ich möchte hier noch nicht mal tot überm Zaun hängen. Doch das Verkaufspersonal war sehr sehr freundlich und auch hier ging uns die Arbeit schnell von der Hand. In den Nachrichten hörten wir von etlichen Staus und so sind wir kurzerhand über Coburg (Bayern) nach Hause gefahren. Endlich zu Hause angekommen haben wir schnell noch das Auto beladen und waren dann so gegen zehn zu Hause. Was für ein Mega Tag! Ich habe den wirklich genossen! Meinetwegen kann das so weitergehen...
Heute haben Michi und ich nur abgehangen. Nach der Pflichtrunde durch den Supermarkt haben wir uns eine griechische Gurkensuppe gekocht, den Kamin angeworfen und alle fünfe von uns gestreckt.
Heute haben Michi und ich nur abgehangen. Nach der Pflichtrunde durch den Supermarkt haben wir uns eine griechische Gurkensuppe gekocht, den Kamin angeworfen und alle fünfe von uns gestreckt.
Hoffentlich geht das so weiter!
Sehr schön geschrieben Biggy, ich habe mich köstlich amüsiert... "Ich möchte hier noch nicht mal tot überm Zaun hängen" *lachmichschief*
AntwortenLöschenDa warst du ja in einigen wohl sortierten Drogeriemärkten...Angebot und Nachfrage sag ich da nur, da kann es schon mal vorkommen, dass auf der Tube Staub liegt.
...so gefällst du mir! Und wenn du mit Tiegeln und Töpfchen hantieren darfst, dann kann dein Arbeitstag ruhig 24 Stunden haben ;-)
Liebe Grüße aus Witzschdorf
Du hast mich erwischt! ;-))) Viel Spaß heute noch!!
AntwortenLöschenunheimlich lebendig geschrieben und nach dem Lesen des REGALREPORTS möchte man sofort ins Bad hüpfen und sich die Hände wäschen.
AntwortenLöschen.... und ehrlich, ich probiere nie mehr Lipp Closs im Supermarkt!
;-)
@ Wuschel: Rate mal, was ich gleich nach dem Einfliegen gemacht habe....
AntwortenLöschenIch muss nur immer feixen, wenn sich irgendwelche Teenies unterhalten und sich schrecklich wundern, wo diese schlimme, häßliche Herpes so plötzlich herkommt...