So, seit vorgestern morgen halb vier bin ich nun wieder Strohwitwe. Ich kann das Gefühl nicht beschreiben, wenn ich wieder alleine nach Hause fahre. Und dann vier Uhr morgens alleine auf dem Sofa rumsitze.
Ich hab viel zu tun. Auch wenn der Schatz nicht da ist. Doch so alleine ist schon seltsam.
Gerade erst hab ich mich daran gewöhnt, nicht mehr alleine zu sein...
Was mache ich morgen?
Ich könnte morgen abend drei Flaschen Wein und eine halbe Flasche Martini trinken und kurz bevor ich vorm Klo ins Koma falle, mich diebisch darüber freuen, dass keiner meckert.
Mist!
Was will ich mit der langen Seite vom Sofa und dem Kopfkissen wenn ich mir die nicht erkämpft habe?
LAAAAAANGWEIIIILIG!!!
Oder eine Woche nur vegetarisch essen. Sogar zwei.
Kopfstand vorm Kamin...
Hängerose über´n Sofa..
Mal ausgehen. Richtig krachen lassen..... Nee, besser nicht.
Verkehrt herum im Bett schlafen.
Ein 1000 teiliges Puzzle auf dem Wohnzimmertisch anfangen...
Nackend durchs Bad hüpfen und "I can´t get no" dabei trällern...
Ja, solche Gedanken habe ich. Wenn jemand da ist, der ständig meine Sofahälfte blockiert. Oder gar über Olivenöl im Salat meckert.
Und zum Frühstück fragt, was es zum Mittag gibt! Ommmphhhh!
Und dann - ist er weg.
Und ich komme mir vor, wie ein Stück Treibholz.
Ich vermisse den Arm, der seit fast 15 Jahren als mein Kopfkissen fungiert.
Es ist mir geradezu gruselig, durch die Wohnung zu gehen, ohne dabei fast jemanden umzurennen.
Diese Augen. Wenn ich in sie hineinsehe, kann ich manchmal nicht fassen wieviel Liebe ich darin sehen kann. Und das das mir gelten soll.
Dieses herrliche, dreckige Lachen, dem ich nie widerstehen kann - und wenn ich noch so sauer bin!
Diese Stimme. In dessen Verursacherorgan ich - ehrlich gesagt- manchmal einen Eimer Sand reinkippen möchte - fehlt mir.
Meine Stimme der Vernunft. Diese Stimme hat mir vor vielen Jahren das Leben erklärt und dann, als ich erschrocken war, die Angst genommen.
Mich vorwärts getrieben. Und notfalls aufgehalten. Meine Wut gebändigt. Und mich getröstet, wenn ich verletzt wurde.
Nur zum singen ist sie nicht gemacht ;-))))
Diese Hände. Die meine immer noch wie selbstverständlich finden, wenn wir unterwegs sind.
Die Freiheit, die ich mir so gewünscht habe, scheint mich jetzt auszulachen.
Jetzt muss ich schon wieder umdenken.
Mich selbst und die Mädels antreiben.
Freyja klare Grenzen setzen, da sie nur zu gerne versucht, die Obermackerin heraushängen zu lassen, wenn unser Alpha - Männchen nicht da ist...
Michi genauso. Sie macht es nur anders. Sie rebelliert nicht, sie versucht es mit Charme...
Was ich damit sagen will? Ganz einfach. Es gibt Menschen, die meinen, dass es doch herrlich sein muss, ab und an mal alleine zu sein. Das stimmt auch. Hat aber auch blöde Seiten....
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
AntwortenLöschenHallo Wuschel! Hab mich gerade schief gelacht! Das war doch wieder mal ein Volltreffer von dir! Nur dass es leider keine Böse - Buben Bar bei uns gibt...
AntwortenLöschenalso dafür das du "die große freiheit" genießt, solltest du endlich mal was neues in deinen blog schreiben...sooo schön gemeckert...hihi
AntwortenLöschenOch Puppe! Du glaubst ja gar nicht, was ich für´n Streß hab, wenn ich verstrohwitwet bin!! Ich weiß gar nicht, was ich zuerst anstellen soll! Aber meckern kannste echt gut ;-))
AntwortenLöschen