Es ist nun schon ein paar Jahre her, als ich an seinem Grab stand. Mit der Rose in der Hand, die ich einfach mitnahm, weil ich nicht gecheckt hatte, dass man die auf den Sarg wirft. Wie bekloppt habe ich diese Blume festgehalten.
Das Rote Kreuz, in dem er Rettungssanitäter war, hat Ständchen gespielt. Und der Heimatverein. Obwohl er ein "zugezogener" war. Meine damals noch lebende Oma hat ihr allerbestes Schauspiel der Welt präsentiert. Bloß gut, dass alle anderen eingeweiht waren. Sonst hätte das jemand noch für bare Münze genommen. Doch einmal habe ich diesen Rest der Familie vereint gesehen.
Wir waren unbeschreiblich traurig.
Nach langer Krankheit ist er geholt worden.
Die Diagnose war ein Schock für uns alle. ALS. Zwei Jahre gaben ihm die Ärzte. Fünf hat er gekämpft. Jeden einzelnen Tag.
Warum ich jetzt darüber schreibe- ich weiß es nicht. Vielleicht, weil ich mich gerade einsam fühle. Und weil er, gerade, als ich es am schwersten hatte, immer da war.
Mir morgens um drei Tee gekocht hat. Aber nur unter der Bedingung, dass ich mir die Schminke aus dem Gesicht wische.
Weil wir nächtelang Musik gehört haben. Von Tanita Tikarem bis David Bowie. Billy Idol und Smokies. Auf der Klampfe hatte er auch wirklich tolle Melanie-Songs drauf. Manchmal durfte ich sogar mitsingen ;-))
Meine ersten Schritte habe ich in seine Arme gemacht.
Du fehlst mir. Steve. Mein Onkel.
Jetzt höre ich gerade einem unheimlich dicken Hawaiianer zu und ich bin mir sicher, dass du diese Musik genauso gemocht hättest.
Na dann, Grüße in den Orbit!!
Irgendwann treffen wir uns mal in der großen Halle und lassen´s krachen!
Somwhere over the rainbow....-
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