Kaum vorstellbar, dass irgendjemand nichts von Geschehnissen in Japan mitbekommen hat. Schon vor vielen Jahren erreichen uns immer wieder die Bilder unvorstellbarer Naturkatastrophen. Selbst Fotos und selbstgedrehte Handyvideos lassen uns einen Schauer über den Rücken laufen. Was wäre, wenn man selbst mittendrin in einer Tsunamiwelle wäre? Mit deinen Kindern? Und wenn du an jeder Hand eines hast, welche öffnest du zuerst, um die andere Hand zu unterstützen? Nein, für uns Ostseefreaks nicht vorstellbar.
Normal ist es so, dass die Menschen, die das Ausmaß der Naturgewalten spüren müssen, mein allertiefstes Mitgefühl haben.
Doch diesesmal ist etwas anders. Diesesmal durchforste ich Nachrichten, egal, ob im Internet oder auf den Nachrichtensendern. Pausenlos laufen bei mir Nachrichtensender, um auch mal was anderes als von der Lage in Fukushima zu hören.
Jemand, den ich wirklich sehr mag, lebt in Japan. Tagelang habe ich versucht, irgend jemanden zu erreichen um zu erfahren, ob es dieser Person gut geht. Sie lebt zwar weiter von Tokio weg, doch scheinen Atomkraftwerke für N24 wichtiger zu sein, als die übrigen Regionen in Japan. Och neeeeee! Das macht mich stinkig!
Nun, dem Ziel meiner Wissensbegierde gehts gut. Sie haben vom Erdbeben und Tsunami nichts weiter mitbekommen. Und die Atomstrahlung nehmen sie gelassen. Sie vertrauen darauf, dass die Regierung schon Bescheid sagen wird, wenn es brenzlig wird.
Außerdem hat man in Japan nur zehn Tage Urlaub und wer einfach unentschuldigt fehlt (Atomstrahlung scheint in Japan kein wichtiger Grund zu sein) braucht nicht mehr wieder zu kommen. Und wir Deutschen sind eh hysterisch und übertreiben gerne.
O.K. Diese Aussage ist immerhin besser, als gar keine Rückmeldung.
Doch möchte ich an dieser Stelle Grüße nach Japan schicken. Seid vorsichtig. Und lieber ein wenig hysterisch.
Es gibt Euch nur einmal auf dieser Welt.
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