Entschuldige, aber ich glaube, dieser Urlaub war in Nachhinein betrachtet, der schwierigste überhaupt.
Mit einem Mann an Bord, der ständig den Vergleich zwischen Ostsee und dem Strand in Vietnam zog.... Ja, es IST in Deutschland teurer. Ja, es wachsen keine Palmen an der Ostsee! Schatz, ich weiß das! Und ich liebe diese krummen Kiefern!! Dummerweise hat der liebe Wettergott auch keinen Bock mehr auf das Gemaule und nur ab und an die Sonne mal rausgelassen... Durchwachsen war das Urlaubswort überhaupt.
Außerdem war auch mein Stiefsohn mit an Bord, den ich bisher kaum kannte und nur ab und an bei meiner Schwiegermutter gesehen hatte.( Um das Lesen meines Blogs zu erleichtern, werde ich meinen Stiefsohn in Zukunft als meinen Sohn bezeichnen, so wie ich es auch im Alltag mache. Nicht weil der Junge mein Verdienst ist und ich mich mit fremden Federn schmücken möchte. Außerdem klingt Stiefsohn wirklich doof. Er ist kein Stiefkind für mich, auch wenn wir erst mal zu tun haben, uns kennen zu lernen. Brücken zu bauen, uns an zu nähern, uns zu verstehen. Er ist ein Kind meines Mannes und damit auch von mir. Basta! Soviel dazu.....)
Nach anfänglichem Schrecken haben wir unser Häuschen bezogen und und uns sofort wohl gefühlt. Och wie niedlich das hier ist! Der Kamin, der Wintergarten, die schöne alte Badewanne... In meinem Kopf schwirrten verwirrte Gedanken rum, wie das wäre, selbst so ein Häuschen zu haben. Einfach los zu gurken, wenn mal Zeit ist, Klamotten einräumen, einkaufen, Kühlschrank auffüllen, was essen und dann schön entspannt zum Strand .... Diese herrliche Meeresluft, das Rauschen der Brandung, Wind, der an den Haaren zerrt - oder streichelt, dieser feine, salzige Sand zwischen den Zehen.....Herrlich! Das kommt definitiv auf meine Liste!! Warum nicht?
Nun, wir waren spät dran und nachdem die ersten Formalitäten erledigt waren, waren wir es auch...
Montag morgen wachte ich nicht auf. Ich konnte nicht. Jeder Versuch, die Augen zu öffnen, wurden mit mörderischen Kopfschmerzen belohnt, die sich augenblicklich vom Kopf bis in den Magen verkrochen. Und dort meine Magensäuren und die Reste des Abendessens zum Tango brachten. Na Klasse. Den ersten Tag im Urlaub verbringe ich nicht am Strand, sondern im Bett. Sorgsam eingehüllt in eine Decke und einer erstklassigen Migräne!
Ehrlich, ich hatte mich da schon satt! Und nochmal ehrlich? Ich böses Ding weiß gar nicht, was die anderen den ersten Tag gemacht hatten. Ich war mit der Aufgabe beschäftigt, meinen Mageninhalt kontrolliert in das Abflusssystem der Rügener Abwasserwirtschaft zu bringen.... Och Mensch!!
...und es wurde besser!?
AntwortenLöschenLG Kathrin